Heim- und Pflegekinder stärken

Quality4children legt Standards für die Betreuung von Kindern fest, die nicht in der eigenen Familie aufwachsen. NUn liegt erstmals eine Fassung für Kinder vor. Bericht von David Scarano vom 27.03.2009 im St. Galler Tagblatt

Tagung 4. Mai 2007 in Rorschach

Fachtagung zur ausserfamiliären Kinderbetreuung an der FHS St.Gallen Qualität ist nur mit Beteiligung möglich

Am 4. Mai trafen sich an der Fachtagung ‚quality4children‘ der FHS St.Gallen 160 Interessierte aus der ganzen Deutschschweiz zum Thema ‚Kinderrechte in der ausserfamiliären Betreuung‘. Eingeladen hatte die Projektgruppe quality4children Schweiz. Ihr Ziel: ein breites Netzwerk zur Umsetzung europäischer Qualitätsstandards zu initiieren.

32 Länder beteiligten sich im Rahmen des gleichnamigen, europäischen Projekts ‚quality4children‘ an der Ausarbeitung von Standards in der ausserfamiliären Betreuung von Kindern. In zwei Jahren erarbeiteten 32 nationale Projektteams in einem breiten Aushandlungsprozess mit allen Betroffenen die Standards. Die Inhalte basieren auf mehr als 300 Erfahrungsberichten von Kindern, Jugendlichen, Eltern, Behördenvertretern sowie Fachleuten der Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Die Resultate der an der Fachtagung vorgestellten Projektarbeit werden am 13. Juni 07 in Brüssel der Öffentlichkeit präsentiert.

Forderung nach Beteiligung

Das Projekt bezog in allen Arbeitsphasen Jugendliche aus dem Heim- und Pflegefamilienbereich in der Ausarbeitung der Standards mit ein. Die nationalen Teams sind nun gefordert die Resultate in ihren eigenen Ländern umzusetzen. Erste Ansätze dazu leisteten die verschiedenen Workshops der Fachtagung: Jugendliche des Kinderdorfs Pestalozzi gingen gemeinsam mit Erwachsenen Fragen nach, wie beispielsweise in einem Heim oder einer Schule Beteiligung möglich ist, oder an was sie im Alltag merken, ob Erwachsene sie ernst nehmen. In anderen Workshops wurde über die Organisationskultur und das Beschwerdemanagement, über die Beteiligung von Kindern und Eltern im Platzierungsprozess, über die Forschungserkenntnisse zum Thema Partizipation und über mögliche politische Umsetzungsformen diskutiert.

Die direkten Fragen der Jugendlichen machten die Erwachsenen öfters auch sprachlos. „Welche guten Nachrichten habt ihr uns aus eurem Workshop mitzuteilen?“, lautete eine der Forderungen. Anregender Dialog Die traditionellen Tagungsgefässe erschwerten zuweilen den Verständigungsprozess. Das Gespräch zwischen Jugendlichen und Erwachsenen bot für viele Teilnehmende aber eine neue Erfahrung innerhalb einer Fachtagung und Anregungen für die Beteiligung von Kindern in den eigenen Institutionen. Bedauert wurde, dass die Standards noch nicht in einer deutschen Sprachversion vorliegen. Die Projektgruppe versprach die deutsche Version möglichst früh nach der öffentlichen Präsentation am 13. Juni in Brüssel zur Verfügung zu stellen.

8. Mai 2007

Quality for children
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